EFAS Pflege – wieder in Bewegung

Der Bundesrat hat im November 2020 und im Februar 2021 zwei umfassende Berichte zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) veröffentlicht, in denen er seine Sichtweise zu EFAS und den notwendigen Grundlagen für eine Integration der Pflege konkretisiert.

EFAS hat zum Ziel, die Kostenanteile der Finanzierer über mehrere Versorgungsbereiche (ambulanter und stationärer Bereich, allenfalls mit Pflege) einheitlich festzulegen. Der Bundesrat schlägt eine Integration der Pflege trotz Herausforderungen in der Umsetzung (Kostentransparenz, neues Tarifsystem) vor.

Die Frage nach einem einheitlichen Finanzierungsteiler ist bereits seit einigen Jahren Gegenstand von politischen Geschäften. Aufgrund der Pandemie hat sich die SGK-S erst im Januar 2021 wieder mit dem Thema befasst. Bevor sie in die Detailberatung des Geschäfts einsteigt, will die Kommission nach der Frühjahrssession 2021 Vertretungen der Kantone, der Versicherer und Versicherten sowie von Leistungserbringern anhören. Auch die Spitex Schweiz ist im April zu einem Hearing eingeladen.

Nebst dem Bundesrat gibt es weitere Akteure, die eine Integration der Pflege in EFAS befürworten (z.B. GDK, Curafutura, Curaviva).

Spitex Schweiz hat sich 2019 im Grundsatz für den Einbezug der Pflege in eine einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Pflege (EFAS) ausgesprochen. Es gilt nun die Position von Spitex Schweiz vor dem Hintergrund dieser neuen Begebenheiten weiterzuentwickeln und zu schärfen. Der Vorstand wird das Thema auch wieder an seiner nächsten Sitzung im April behandeln und dabei auch ein Mandat für eine Arbeitsgruppe verabschieden.

(Quelle: Spitex Schweiz)

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