Die Anstrengungen zeigen Wirkung, der Handlungsbedarf ist aber weiterhin gross

Soeben ist der nationale Versorgungsbericht 2021 für das nicht universitäre Gesundheitspersonal von Obsan, GDK und OdASanté erschienen.

Unter anderen hält der Bericht fest, dass die Zahl der Ausbildungsabschlüsse zwischen 2012 und 2019 auf allen Qualifikationsstufen der Pflege deutlich gesteigert werden konnte, auf der Tertiärstufe gar um zwei Drittel. Dadurch hat sich auch das Verhältnis zwischen Nachwuchsangebot und -bedarf gegenüber dem letzten Versorgungsbericht von 2016 verbessert. Dennoch besteht weiterhin ein grosser Handlungsbedarf.

Zwischen 2012 und 2019 ist der Bestand des Pflege- und Betreuungspersonals in den Gesundheitsinstitutionen um 29'100 Personen angestiegen. Das ist ein erfreulicher Zuwachs von beeindruckenden 19%. Am stärksten war der Personalzuwachs mit +39% im Spitex-Bereich, gefolgt von den Alters- und Pflegeheimen (+17%) sowie den Spitälern und Kliniken (+13%).

Spitex Schweiz ist erfreut über diese Zunahme. Sie bestätigt, dass die ambulante Pflege attraktive Arbeitsplätze bietet und die Spitex eine attraktive Arbeitgeberin ist. Spitex Schweiz stellt an der Fachtagung vom 8. September genau diese Thematik in den Fokus: «Spitex – Attraktive Arbeitgeberin heute und morgen».

Trotz den erfreulichen Entwicklungen bei den Ausbildungsabschlüssen im Pflegebereich besteht bis 2029 noch immer eine deutliche Lücke zwischen Angebot und Bedarf. Die Prognose für 2029 basiert auf einer weiteren Steigerung der Zahl der Ausbildungsabschlüsse bei den Pflegeberufen, nachdem die Ausbildungstätigkeit in den vergangenen Jahren bereits intensiviert werden konnte. So stieg die Zahl der jährlichen Abschlüsse auf Tertiärstufe Pflege zwischen 2012 und 2019 von rund 1800 auf knapp 3000, und auf der Sekundarstufe II von 4000 auf fast 6200. Siehe dazu auch die nationale Kampagne für die Langzeitpflege «Karriere machen als Mensch» von Spitex Schweiz, Curaviva Schweiz und OdaSanté, die vom SBFI unterstützt wird.

Neben einer weiteren Steigerung der Ausbildungsabschlüsse braucht es laut Versorgungsbericht vor allem auch Massnahmen zum Erhalt des Gesundheitspersonals. Dazu gehört unter anderem die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine gute Einarbeitung. Auch im Bereich Laufbahnplanung, berufliche Entwicklung und Talentförderung liegt noch Potenzial brach. Auch in dieser Hinsicht ist die Spitex aktiv, so stand der Nationale Spitex-Tag vom 4. September unter dem Motto «Fachkräfte gesucht: Kommen Sie zur Spitex!».

Hier gehts zum Versorgungsbericht 2021.

Quelle: Spitex Schweiz

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