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29.06.2026

«In der letzten Lebensphase möchten die Menschen in der vertrauten Umgebung bleiben»

Das Palliative Forum Sarganserland bündelt die Expertise regionaler Akteure zu einem starken Netzwerk für die letzte Lebensphase. Durch das enge Zusammenspiel von Fachstellen wie der Spitex, Hausärzten und Seelsorge wird eine lückenlose Versorgung ermöglicht, die Betroffenen ein würdevolles Sterben in vertrauter Umgebung erlaubt.

Text: Eva Zwahlen

 

Was heute als starkes, interprofessionelles Versorgungsnetzwerk wahrgenommen wird, ist über Jahre gewachsen. Das Palliative Forum Sarganserland[1] hat mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen: von ersten Fall besprechungen hin zu einem Forum, das die Vernetzung bewusst ins Zentrum stellt. Zweimal jährlich treffen sich die beteiligten Akteure – darunter Spitex, Hospiz, Krebsliga, Hausärztinnen und Hausärzte, Pflegeheime, Pro Senectute und Seelsorge –, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. In palliativen Situationen arbeiten sie eng zusammen, formulieren Ziele gemeinsam und suchen pragmatische Wege im Dienst der Betroffenen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt im persönlichen Miteinander. Man kennt sich, hört einander zu und respektiert die jeweilige Rolle. Dieses Vertrauen macht es möglich, im Ernstfall rasch zu handeln und die richtigen Partner einzubeziehen. Die enge Anbindung an palliative care Ostschweiz stärkt die Arbeit zusätzlich, indem Erfahrungen, Ideen und Fragestellungen auch auf kantonaler Ebene eingebracht werden.

Von besonderem Wert ist die Zusammenarbeit mit der Spitex Sarganserland. Sie ist seit der ersten Stunde Teil des Forums und prägt dessen Arbeit wesentlich. Der regelmässige persönliche Austausch – sei es bei komplexen Situationen einzelner Klientinnen und Klienten oder bei fachlichen Fragen – sorgt für Sicherheit und Kontinuität. Dass die Spitex über ein spezialisiertes Fachteam Palliative Care sowie einen Nachtdienst verfügt, ist keineswegs selbstverständlich, für die ambulante Palliative Care jedoch entscheidend.

Gerade in der letzten Lebensphase zeigt sich der Mehrwert dieser Vernetzung deutlich. Wo einzelne an ihre Grenzen stossen, ergänzt sich das Team gezielt. Die Einbindung von Palliativmedizinerinnen und -medizinern, der Nachtdienst der Spitex, freiwilliges Engagement und die enge Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und -ärzten sowie Pflegeheimen ermöglichen es vielen Menschen, ihren Wunsch zu erfüllen: in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Angehörige werden entlastet, das Sicherheitsgefühl steigt – und eine würdevolle, individuelle Begleitung wird möglich.

 

Nicole Lymann, Forum Sarganserland, palliative care Ostschweiz

www.palliative-ostschweiz.ch/foren/

 

Weitere Beiträge zur «Care@Home Ostschweiz 2040» finden Sie hier.

 

[1] Der Verein palliative ostschweiz versteht sich als Netzwerk und Informationsplattform. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem der Aufbau und die Unterstützung von gemeindenahen Palliative Care Foren in allen Regionen.

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