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24.05.2022

Evaluation der Einführung des Bedarfsabklärungsinstruments interRAI HC Schweiz

Das Bedarfsabklärungsinstruments RAI-HC ist auf das neue interRAI HC Schweiz umgestellt worden. Dieser Einführungsprozess wurde nun durch das Beratungs- und Forschungsbüro Ecoplan evaluiert.

Untersucht wurde der Stand der Umsetzung des neuen Instruments interRAI HC Schweiz bei den Nonprofit-Spitexorganisationen. Dies umfasste die Konzeption und Umsetzung der Massnahmen von Spitex Schweiz und der Spitex-Organisationen sowie die Umsetzung und das Vorgehen der Software-Anbieter bei den Spitex-Organisationen, um das neue interRAI HC-Modul auszurollen

Das Ressort Grundlagen & Entwicklung von Spitex Schweiz wurde im Vorgehen und der Kommunikation bestätigt. Es müssen keine zusätzlichen Massnahmen für die digitale Umsetzung des neuen interRAI-Instruments ergriffen werden. Stetige Optimierungsprozesse bei einzelnen Software-Anbietern werden fortlaufend begleitet.

Die schriftliche Befragung der Software-Anbieter zum Jahreswechsel 2021/2022 hat ergeben, dass bis Ende 2021 insgesamt 306 Nonprofit-Spitex-Organisationen auf interRAI HC Schweiz umgestellt haben. Das entspricht rund 82% aller Nonprofit-Spitex-Organisationen in der Schweiz. Einzig in einigen Westschweizer Kantonen kam es zu Verzögerungen, da der Wechsel von RAI-HC zu interRAI HC gleichzeitig mit einem Wechsel der Software einhergeht. Spitex Schweiz steht mit diesen Organisationen in Kontakt und bietet Informationen und Beratung an.

100% der Organisationen können nicht erreicht werden. Es hat unter den 374 Spitex-Organisationen auf der Mitgliederliste von Spitex Schweiz auch vereinzelt Organisationen, die nur spezialisierte Leistungen, wie z.B. Kinder-Spitex oder Palliative Care anbieten, und die mehrheitlich mit anderen Instrumenten der Bedarfsabklärung arbeiten. Auch die wenigen Spezialorganisationen unter den Mitgliedern, wie z.B. kantonale Vertretungen des SRK oder der Krebsliga, sowie einzelne sehr kleine Spitex-Organisationen arbeiten gemäss Einschätzung von Spitex Schweiz voraussichtlich mit anderen Bedarfsabklärungsinstrumenten.

Es ist sehr erfreulich, dass die Umstellung so gut funktioniert hat und die Ergebnisse im Schlussbericht publiziert werden können. Spitex Schweiz bedankt sich für das grosse Engagement aller an der Umstellung Beteiligten.

Nun gilt es, die Bedarfsabklärungsinstrumente noch gezielter im Pflegeprozess zu integrieren, damit dieser ausgewiesene Teil von guter Pflegequalität den Klientinnen und Klienten direkt zugutekommt.

Ein einheitliches Bedarfsabklärungsinstrument ist wichtig und wird in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen, siehe Positionspapier interRAI: RAI-HC Schweiz – strukturierte Bedarfsabklärung für die Spitex (spitex-bedarfsabklaerung.ch).

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